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Babys schlafen anders

Aktualisiert: 18. Juni 2021

Ich stelle 2 Erkenntnisse vor, die zeigen worin sich das Schlafverhalten von Babys von dem der Erwachsenen unterscheidet. Und warum wir von Neugeborenen nicht erwarten können, dass sie durchschlafen.

Ein kleiner Mensch hat schon im Mutterleib Schlaf- und Wachphasen, wobei die Grenzen fließend sind und kein Schlaf-Wach-Rhythmus besteht. Es konnte beobachtet werden, dass der REM-Schlaf beim Fötus im Mutterleib nahezu 100 % beträgt und zur Entwicklung des Gehirns beiträgt. Der Anteil an REM-Schlaf reduziert sich im Laufe des Lebens bis er bei einem älteren Erwachsenen dann 15-20% beträgt.

→ Je jünger das Lebewesen, umso höher ist der Anteil an REM-Schlaf.

→ Der REM-Schlaf trägt zur Entwicklung des Gehirns und des Körperwachstums bei, da Hirnreife und Wachstum bei Kindern zum Teil im Schlaf stattfindet.

Ein Neugeborenes hat einen Anteil von ungefähr 50% REM-Schlaf. Im Gegensatz zu einem Erwachsenen, gleitet der Säugling nicht direkt in einen ruhigeren, tieferen Schlaf (Non-REM-Schlaf), sondern durchlebt beim Einschlafen zuerst eine REM-Phase. Wenn du dein Baby beobachtest, kannst du erkennen, dass es sich im REM-Schlaf befindet: die Augen sind manchmal leicht geöffnet und bewegen sich, der Atem ist unregelmäßig, das Gesicht zuckt, manchmal entsteht ein Engelslächeln und der Körper bewegt sich unruhig hin und her.

Dadurch, dass das Baby sich in dieser Phase in einem leichten Schlaf befindet, kann es hier immer mal passieren, dass es aufwacht. Du kennst es bestimmt: auf deinem Arm hat dein Baby friedlich geschlummert, ist dann aber direkt aufgewacht, als du es ablegen wolltest. Ein Grund dafür könnte sein, dass dein Baby noch in der REM- oder Übergangsphase war und noch nicht tief genug geschlafen hat.

In den ersten Monaten nach der Geburt hat ein Baby viele Bedürfnisse, welche es noch nicht gut ausdrücken geschweige denn sich selber befriedigen kann. Damit es diese Bedürfnisse bemerkt und darum aufmerksam machen kann, ist es total sinnvoll, dass es zunächst in einen leichten Schlaf fällt, um auf ungünstige Umstände wie Hunger/Durst, zu warm/zu kalt oder eine eingeschränkte Atmung zu reagieren.

Kannst du dich noch an die ersten Nächte mit deinem Baby erinnern? Wie hat es am besten geschlafen?


(Teil 1 meiner Beitragsreihe "Bindung&Schlaf")

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